Blog Herr Minder: was soll man dazu sagen?
Da lese ich in einem dieser Gratisblätter, dass Snus bei Jugendlichen immer beliebter wird. Wissen Sie, was Snus ist? Also ich wusste es nicht. Das ist Tabak in Papiersäckchen, die man sich hinter die Lippen schiebt und daran nuckelt. Davon wird man nikotinabhängig, bekommt braune Zähne und Mundhöhlenkrebs. Inzwischen soll es Oberstufenschüler geben, die mit dem Zeug nicht mehr einfach so aufhören können! Wieso kennt der menschliche Einfallsreichtum eigentlich keine Grenzen, wenn es um Suchtmittel geht? Wir rauchen das Zeug, kauen es und schnupfen es - und jetzt kommt jemand auf die gloriose Idee, daran zu nuckeln wie an einem Teebeutel. Demnächst wird irgend ein Schlaumeier herausfinden, dass man Nikotin auch als Salbe einschmieren oder in die Vene spritzen... Manchmal frage ich mich wirklich, woher dieser Drang zur Selbstzerstörung kommt.
Und wissen Sie, was ich schon fast das Schlimmste an der ganzen Geschichte finde? Habe ich ebenfalls gelesen: Snus zu verkaufen ist eigentlich verboten, aber man kann für den Eigengebrauch über die Grenze nehmen. Soso. Besonders beliebt sind diese Tabak-Beutelchen bei Hockeyspielern, sagt man. Dabei sollten doch Sportler ein Vorbild sein und gesund leben.
